07.09.2010

Das Controlling im Unternehmen und seine Aufgaben

Das Controlling ist eine Aufgabe in den Unternehmen, die in der Vergangenheit an großer Bedeutung gewonnen hat. Controller stammen aus dem Rechnungswesen und wachen über alle die das Unternehmen betreffende Zahlen.

Das Controlling ist ein Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre und eine Managementtätigkeit in den Unternehmen. Nicht alle Universitäten bieten einen eigenen Lehrstuhl für Controlling an, auch wenn das Fach Betriebswirtschaft zum Angebot gehört. Das Controlling hat sich zuerst in den privatwirtschaftlichen Unternehmen entwickelt und ist erst nach und nach theoretisiert und in den universitären Kanon aufgenommen worden. Mittlerweile ist es aber vielerorts möglich, sich auf akademischem Niveau zum Controller ausbilden zu lassen. Die Aufgaben, die im Controlling im Unternehmen zu übernehmen sind, sind vielfältig und umfassen viele Teilbereiche betriebswirtschaftlicher Funktionen. Da in den Unternehmen immer mehr Controllingaufgaben übernommen werden müssen und fast jeder Betriebswirt im Laufe seiner Karriere derartige Aufgaben begegnen wird, lohnt sich die intensive Beschäftigung mit dem Berufsfeld.

Das Wort Controlling leitet sich in erster Linie von dem Wort Steuerung, nicht aber von dem Wort Kontrolle ab. Tatsächlich ist es so, dass fälschlicherweise angenommen wird, Controller würden die Kontrollaufgaben in einem Unternehmen übernehmen. Die Kontrolle, Prüfung, Aufsicht oder Revision ist aber Aufgabe anderer Parteien, denen der Controller zuarbeitet. So wird die Aufsicht vom Aufsichtsrat vorgenommen, die Revision von der internen Revision und die Prüfung von einem externen Wirtschaftsprüfer. Der Controller hingegen ist an der Steuerung der vielfältigen Unternehmensprozesse beteiligt und bereitet in dieser Funktion die Daten auf, auf die die oben genannten Parteien in Ausübung ihrer Tätigkeit zurückgreifen.

Die Steuerungsaufgaben werden vom Controller erfüllt, indem laufend korrigierende Eingriffe in die Geschäftsverläufe vorgenommen werden. Der Controller ist den Prozessen im Unternehmen daher weder vor- noch nachgeschaltet, sondern begleitet sie und wirkt lenkend auf sie ein. Die Notwendigkeit der Steuerung wird über sogenannte Soll-Ist-Vergleiche vorgenommen. Der Controller greift dazu auf Planungsergebnisse anderer Abteilungen zurück und stellt fest, ob die Planungsziele mit den erreichten Ist-Werten übereinstimmen. Bei Abweichungen muss dann entsprechende Korrektur erfolgen.

Da diese Eingriffe in die Geschäftsverläufe nur in Übereinstimmung mit dem obersten Management erfolgen können, ist eine ständige Rücksprache des Controllers mit der Führungsebene notwendig. Bei diesen Gesprächen muss auch festgestellt werden, welche Unternehmenspolitik verfolgt werden soll und welches die angemessenen Steuerungsmethoden sind. Alle Gestaltungen des Controllings müssen grundsätzlich mit Zahlen und Daten untermauert werden.